Ich bin ein Überläufer – vom überzeugten Paperbook- zum eBook-Reader

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Bis vor Kurzem vertrat ich die Auffassung, ein Buch muss aus Papier bestehen, beim Umblättern ein wenig rascheln und einen Einband besitzen, der mich zum Lesen animiert – egal ob als Taschenbuch oder gebundene Ausgabe.

Als sich dann um mich herum immer mehr Freunde und Bekannte einen eBook-Reader zulegten, stellte ich diese Auffassung kurzfristig in Frage.

Daher habe ich mir zwar immer mal wieder – eher halbherzig – diverse Reader sämtlicher Marken und Preisklassen angeschaut.

Ich konnte mich einfach noch nicht zu einer Anschaffung durchringen.

Allerdings muss ich zugeben, dass mein Leseeifer sehr lange brach lag. Über Monate hinweg wurde mein Feierabend nach den üblichen Verpflichtungen von Bloggen, Fernsehen und Internetsurfen bestimmt. Abends im Bett fielen mir die Augen zu und an Lesen war nicht mehr zu denken.

Die Widrigkeiten eines gebundenen Buches

Apropos “Im-Bett-lesen”: Ich habe alles Mögliche versucht, um mir eine halbwegs angenehme Leseposition zu verschaffen. Zusätzlich habe ich mir ein Leselämpchen zugelegt, das aber ständig verrutschte und eigentlich nie die Stelle beleuchtete, an der ich gerade las. Irgendwie war das alles nicht das Wahre und letztendlich war das Lesen eines dicken Wälzers fast einem Hanteltraining gleichzusetzen.

Nun kam der Sommer und mein Urlaub in Grömitz stand an. Da saß ich also an einem lauen Abend auf der Terrasse unserer Ferienwohnung und stellte erschrocken fest “Ich habe ja überhaupt kein Buch dabei!” Und auch für Strandgänge ist ein Buch für mich ein absolutes “Must-have”.

Zuhause lagen mindestens noch fünf ungelesene, teils verpackte Bücher, aber aufgrund der letztmonatigen Leseabstinenz hatte ich schlichtweg vergessen, sie einzupacken.
Also durchstöberte ich die Strandshops und wurde glücklicherweise fündig.

Der Lesemarathon begann (mal wieder) im Urlaub

Spur der Angst - ThrillerDer Thriller “Spur der Angst” sorgte dafür, dass mein Lesefieber neu entfacht wurde. Ich habe es förmlich verschlungen.

Wieder zuhause angekommen nahm ich mir die fünf Bücher nacheinander vor. Dank heller und warmer Sommerabende kehrte ich Bloggen und Fernseher vorerst den Rücken und widmete mich voll und ganz den thematisch sehr unterschiedlichen Romanen und Thrillern. In drei Wochen hatte ich es auf sechs Bücher gebracht.

Plötzlich stand die Frage im Raum “Was wünschst Du Dir zum Geburtstag?”
Wie aus der Pistole geschossen kam aus meinem Mund “Einen Kindle Paperwhite!”

Gründe für die Entscheidung

Wann trat der Sinneswandel ein? Ich glaube in dem Moment, als ich bei Dämmerlicht auf der Terrasse ständig an der Leselampe herumfummeln musste, um noch annähernd etwas entziffern zu können.

Dann sah ich den Stapel von insgesamt sieben Büchern und dachte mir, wenn ich nur die in 4 Wochen lese, wo soll ich dann nach einem Jahr alle Werke unterbringen?
Außerdem will ich nicht bestreiten, dass ich ein kleines bisschen werbegeschädigt bin. Herzlichen Glückwunsch Amazon, Du hast es geschafft! smilie

Eines muss man ja Amazon definitiv lassen. Beim Liefertempo ist der Shop kaum zu überbieten. Am 1. August (Freitag) bestellt übergab mir der Nachbar bereits am 04. August (Montag) das Paket.

Nun bin ich zum eBook-Reader-Fan geworden  – ich bin total begeistert vom Kindle Paperwhite.

Habt ihr auch bereits den Schritt gewagt und euch einen eBook-Reader zugelegt und falls ja, für welchen habt ihr euch entschieden? Seid ihr zufrieden mit ihm?


9 Kommentare

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  • Hallo Sylvi,
    ich habe mir vor ein paar Monaten auch einen Reader zugelegt, den einfachen Kindle. Das Teil ist sicher praktisch, gerade für unterwegs. Außerdem löst es Platzprobleme smilie Das ist für mich ein wichtiges Argument. Aber ein Papierbuch hat auch seine Vorzüge. Da finde ich bestimmte Stellen wesentlich besser wieder, kann Markierungen anbringen oder etwas notieren. Also habe ich immer noch ein gespaltenes Verhältnis zum eBook smilie
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hej Ann-Bettina,

      ich kann Deine Vorliebe für (handschriftliche) Markierungen durchaus nachvollziehen. Die benötigst Du sicherlich als Grundlagen für Deinen Leseblog und die Buchrezensionen.

      Aber auch im Paperwhite kannst Du sowohl Markierungen, als auch Notizen und auch Lesezeichen anbringen.
      Ich habe mal ein paar Screenshots gemacht.

      Markieren im PaperwhiteLesezeichen setzen

      Notizen im Paperwhiteeinzelne Notiz

      Aber so ganz kann ich auch nicht ohne Papier. Ich schreibe oft Blogbeiträge auf einem Collegeblock vor. smilie

      Lieben Gruß
      Sylvi

      • Hallo Sylvi,
        das mit dem Markieren funktioniert bei mir entweder nicht oder ich hab noch nicht raus wie es geht. Die Lesezeichen sind wirklich nützlich. Aber die Notizen – das ist ja so was von umständlich smilie Da bleib ich doch lieber bei Stift und Papier.
        viele Grüße
        Ann-Bettina

        • Hallo Ann-Bettina,

          kann natürlich sein, dass einige Funktionen nicht in allen Modellen verfügbar sind.
          Ich stimme Dir zu, dass eine handschriftliche Notiz schneller umgesetzt ist, als die Funktion im Reader aufzurufen und per Tastenfeld einen Text einzugeben.

          Gruß Sylvi

  • Da hat es die nächste erwischt! Ich bin schon seit drei Jahren mit eBooks unterwegs und will das nicht mehr missen. Eben die von Dir angesprochenen Probleme, beim Lesen im Bett, haben mich vollends überzeugt. Von der Gewichtsersparnis beim Reisen ganz zu schweigen.

    Also, viel Spaß mit Deinem Reader!

    LG Thomas

    • Hej Thomas,

      jau, mich hat’s total erwischt smilie
      Vor drei Jahren hatte ich mal langsam in das Thema eBook-Reader hineingeschnuppert, war damals aber noch nicht voll überzeugt.
      Bei Deinen Reisen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es da auf jedes Gramm ankommt. smilie

      Danke für die lieben Wünsche,
      lieben Gruß Sylvi

  • Hallo Silvy,

    ich habe mir vor zwei Jahren einen eBook-Reader von Sony gegönnt.
    Seitdem kann ich meine Handtasche wieder normal tragen und Platz habe ich auch wieder.

    Liebe Grüße
    hansen

    • Hej hansen,

      gehörst Du auch zu denjenigen, die ihr Buch mit zum Arzt oder Friseur nehmen? smilie Mir war das ja immer etwas lästig und habe mich daher der Regenbogenpresse gewidmet.
      Als aber als letztens beim Friseur auf fast allen Blättchen Helene Fischer abgebildet war, hätte ich mir einen Reader herbeigewünscht. smilie Da hatte ich ihn noch nicht.

      Lieben Gruß
      Sylvi

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