Mein Lieblingsobjektiv

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ich glaube, ich habe es hier bestimmt schon einmal angedeutet, dass das Tamron AF 28-75mm (2,8 XR DI LD ASL SP Macro) zu meinen Lieblingsobjektiven zählt.
Anders … es IST inzwischen mein absolutes Lieblingsobjektiv und hat mein Sigma-Reisezoom trotz dessen umfangreichen Funktionseinsatzes abgelöst.

Dabei war eine Anschaffung dieses Objektivs anfangs gar nicht geplant und ich dachte, ich sei nach ca. einem Jahr fototechnisch ganz gut aufgestellt – zumindest, was die Objektivvielfalt betrifft. Bezogen auf die Qualität glaube ich, dass darüber wahrscheinlich so mancher Fotograf die Nase rümpfen und das eine oder andere als „Scherbe“ bezeichnen würde. 🙂

„Die anderen sind schuld“

Irgendwie schon, aber natürlich lag letztendlich doch die Entscheidung bei mir. 😉
Ich habe mich vor jedem Objektivkauf ausgiebig im Internet erkundigt oder auch einmal live eines ausprobiert. Bei meiner Entscheidungsfindung stand immer der Preis an oberster Stelle. Ich glaube, bis auf das Makroobjektiv hat keines die 400-Euro-Marke überschritten und lag eher noch weit darunter.

Iserlohn BarendorfIch wollte mich eben nicht sofort auf nur einen Themenbereich festlegen und möglichst sofort Tiere aus der Nähe und in der Ferne, Blümchen, Gebäude, Landschaften und gegebenenfalls auch mal Menschen ablichten. Und da hätte ich mich mit einem einzigen 1000-Euro-Objektiv etwas eingeschränkt gefühlt.
Mein „Problem“ war schon immer, dass ich möglichst schnell alles ausprobieren und können möchte.

Warum nun sind „die anderen schuld“? Weil ich ursprünglich gar nicht geplant hatte, mir das Objektiv zuzulegen. Dann stieß ich bei YouTube auf einige Reviews, die größtenteils sehr positiv ausfielen. Das weckte in mir Begehrlichkeiten. Als ich dann auf den Preis für dieses relativ lichtstarke Zoomobjektiv schaute, war es um mich geschehen. Ich musste es einfach haben.

Jeder hat ja so seine Vorlieben

Tamron Macro, Zoom 70-300 und 28-75Bei mir sind es nun mal die Tamron-Objektive. Ich finde, die haben so etwas bodenständiges … solides. Drei von ihnen besitze ich. Und auch das lichtschwächere 70-300er Zoomobjektiv mag ich. Der Fokus sitzt dort, wo er hin soll und mein persönlicher Eindruck ist, dass die Tamrons und Sony-A-Mounts wunderbar miteinander harmonieren.

Bei meinen beiden Sigma-Objektiven fängt es schon damit an, dass das Aufschrauben des Rückseitendeckels beim Objektivwechsel sehr fummelig ist. Immer doof, wenn es aufgrund widriger Wetterverhältnisse schnell vonstattengehen muss. Vielleicht bin ich ja auch etwas grobmotorisch, aber bei den Tamrons kenne ich das Problem gar nicht.

Und dann dieser winzigkleine weiße Punkt, an dem ich erkennen kann, wie ich das Objektiv anzusetzen habe … Warum hat man den nicht auch ein bisschen größer und in rot angebracht?

Kaum da, schon war ich verliebt

Ich hatte das 28-75er noch nicht lange, da wusste ich, dass es wohl bei den meisten Touren von Vornherein aufgeschraubt sein wird. Der Zoombereich deckt einen Großteil meiner fotografischen Vorlieben ab, sei es Landschaften, Pflanzen und auch schon einmal Schmetterlinge.

Eisenhaken im HimmelmannparkMir hat es die Lichtstärke bereits beim 2.8er Makroobjektiv oder auch 1.8er Sony als Festbrennweiten angetan, mir fehlte aber noch die Erfahrung mit einer durchgängigen Blende von 2.8 an einem Zoomobjektiv. Mir gefällt das Bokeh unheimlich gut, der Fokus macht nicht nur im Automatik- sondern auch im manuellen Modus Spaß und die Schärfe passt. Hinzu kommt, dass es ein erträgliches Gewicht hat.

Also wenn ich noch einmal die Zeit um ca. 1 Jahr zurückdrehen könnte, wäre das 28-75er Tamron wohl das favorisierte Objektiv, das ich mir am Anfang zulegen würde.


Habt ihr auch so einen Liebling in Eurer Objektivsammlung, den ihr immer wieder aus der Fototasche kramt?


Die Autorin:

Sylvi

Meine Beiträge beinhalten eigene Erfahrungen, sei es über Soft- und Hardware, Social Media und die ich als WordPress-Bloggerin und Joomlanerin gesammelt habe. Zudem widme ich mich dem schönen Hobby "Fotografie".

8 Kommentare

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  • Das 28-75er war zu Nikon-Zeiten auch eines meiner beiden Lieblingsobjektive. Dabei war es Spontankauf, gebraucht lag es da bei einem Fotohändler der auch ein Studio hatte. Dort war das Teil vorher im Einsatz, für mich ein Signal, dass es wohl nicht das schlechteste Objektiv sein konnte. Und diesen Kauf habe ich niemals bereut.

    LG Thomas

    • So ein richtiger Glücksgriff also. Ich bin sofort mit ihm warm geworden. Fotografieren macht richtig Spaß, wenn die Bilder hinterher genauso aussehen, wie man es sich vorgenommen hat. 🙂
      Anders als mit dem Ultraweitwinkel von Sigma. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass auch wir irgendwann einmal Freunde werden. 😉

  • Oh das ist interessant. Spontan hätte ich gesagt, dass das Ding für mich zu wenig Weitwinkel hat, aber man fotografiert eh viel zu viel in der „Parkposition“ des Objektivs und nimmt die Weitwinkel-Verzerrungen einfach in Kauf. Da ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn das Objektiv selbst gar nicht so viel Weitwinkel hat 🙂
    Ich habe schon ewig das 16-50er von Sony im Auge, aber dein Tamron könnte eine echte Alternative sein.

    Danke für den Anstupser!
    Viele Grüße,
    Marc

    • Hej Marc,

      schön wäre es ja, wenn Du die beiden Objektive ausprobieren könntest, um dann die bessere Wahl für Dich zu treffen.
      Ich fotografiere gerne Landschaften, hatte bis dahin aber immer das Reisezoom von Sigma (18-250) verwendet, was für mich völlig ausreichend war. Ich habe festgestellt, dass ich bei den wenigsten Fotos die 18er-Brennweite gewählt und immer etwas hineingezoomt habe.
      Allerdings bei Aufnahmen in Innenräumen wie z. B. in einer Kirche hätte ich mir eher ein weitwinkligeres Objektiv gewünscht.
      Aber für eine Großteil meiner Aufnahmen ist das 28-75 optimal. Und je nachdem was ich vorhabe, nehme ich meist nur noch ein weiteres Objektiv mit, entweder das Zoom 70-300er oder das UWW von Sigma.

      Lieben Gruß,
      Sylvi

  • Hallo Sylvi,
    ich habe auch ein Tamron und bin auch sehr zufrieden damit. Mit dem 60mm Makro mache ich die Bilder von meinen Slotcars. Mich nervt nur, dass Lightroom oft das Objektiv oft nicht erkennt. So wie du es ja auch in dem anderen Beitrag erwähnst.

    Mit dem 28-75 liebäugle ich auch schon, da ich noch kein lichtstarkes Zoom besitze. Das Preis-Leistungsverhältnis ist doch sehr gut. Andererseits würde ich doch lieber bei den Nikon Objektiven bleiben. Das ist immer so ein hin und her bei mir. Kennst du vielleicht auch 🙂

    lg
    Jochen

    • Hallo Jochen,

      jetzt musste ich glatt bei Dir schauen, weil ich den Begriff Slotcar nicht kannte. 😉
      Also ich bin mit Tamron immer sehr gut gefahren. Ich besitze davon noch das 90er Makro und 70-300er und bin allein schon vom Autofokus bei allen Objektiven begeistert. Das Makroobjektiv mit f 2.8 ist auch toll und dazu noch super für Portraitfotografie geeignet.
      Von Sony besitze ich nur das Kit-Objektiv und die 50er (1.8 ) Festbrennweite. Letzters war für 110 Euro zu haben und das ist natürlich supergünstig für so ein lichtstarkes Objektiv.
      Ich bin eben nur Hobbyfotografin und momentan sind mir Objektive ab 600 Euro aufwärts einfach zu teuer – zumal ich mich ja noch in der Selbstfindungsphase befinde und mich in allen Bereichen – außer Streetfotografie 🙂 – austobe.
      Du hast recht, ich finde das Preisleistungsverhältnis bei dem 28-75er einfach unschlagbar.

      Liebe Grüße
      Sylvi

      P.S.: Was mir die Kaufentscheidung noch erleichtert hat ist die Tatsache, dass sowohl in meiner Alpha 58 als auch in der 77II ein Bildstabilisator in der Kamera integriert ist, die ja bei dem Objektiv nicht mitgegeben ist. Ich meine, der fehlt auch bei den Nikon- und Canonobjektiven, oder?

  • Ist bei mir genau so, ich verdiene auch kein Geld mit der Fotografie. Da muss man schon auf die Kosten achten.

    Ich habe mir auch erst die 35mm Festbrennweite (entspricht bei meinem Crop etwa einem 50er) geholt. Das ist bei Nikon auch sehr günstig und hat f1,8. Das nutze ich nun hauptsächlich für Fotos in Gebäuden.

    • Ich mag meine 50 mm Festbrennweite auch unheimlich gern. Schon allein deswegen, weil sie total leicht und klein ist. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, nur mit diesem Objektiv los zu ziehen. Das bequeme Zoomen entfällt total und ich musste mich wesentlich länger mit der Positionierung zum jeweiligen Motiv beschäftigen.

      Was ich auch spannend fand, dass ich mit ihm für mich ganz untypisch fotografieren musste und nicht immer aus der Gewohnheit heraus den Einheitsblickwinkel wählen konnte.
      Schön, dass wir drüber gesprochen haben. Muss ich unbedingt mal wieder machen. 🙂

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