Hat Spaß gemacht – meine erste Teilnahme an einer Fotobearbeitungs Challenge

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

In Kanada war ich noch nicht und bewundere sehr Thomas‘ Aufnahmen von dort. Da dachte ich mir, wenn ich schon nicht solche tollen Landschaften vor Ort sehe und fotografieren kann, schnappe ich mir doch einmal ein Foto von Thomas und nehme an seiner Fotobearbeitungs Challenge Sonnenuntergänge teil.

Ich finde die Challenge schon allein für Übungszwecke in Lightroom super und um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Elemente eines Motivs das Auge des Betrachters anziehen und daher betont werden sollten.

Grundeinstellungen

GrundeinstellungenWährend des Importvorganges verwende ich per se schon eine Vorgabe, in der die chromatischen Aberrationen entfernt werden. So brauche ich diesen Haken später gar nicht mehr setzen. Die Farbtemperatur habe ich kühler eingestellt, weil ich meine, dass das zu der Stimmung super passt und noch einen ordentlichen Schuss Magenta hinzugefügt.

Dafür, dass Thomas das Foto aus der Hand gemacht hat, ist es erstaunlich gerade, daher war eine Ausrichtung des Horizonts meines Erachtens nicht nötig.

Dann wurde der Kontrast ein wenig erhöht, die Lichter nach unten gezogen und die Tiefen aufgehellt,  damit die Baumstämme im Vordergrund besser zu erkennen sind. Der Weißwert wurde erhöht und Schwarzwert gesenkt, um den Kontrast noch etwas mehr zu verstärken.

Ein wenig mehr Klarheit schadet dem Bild insgesamt ebenfalls nicht und mehr Dynamik habe ich ihm ebenfalls verpasst. Den Sättigungsregler hingegeben habe ich nicht angefasst, genauso wenig den Dunstregler.

Auswirkungen Grundeinstellungen

 

Dann habe ich das Bild noch etwas nachgeschärft.

 

Betonung des Himmels durch …

Verlaufsfilter

Verlaufsfilter HimmelMir reichte die kühle Farbtemperatur noch nicht ganz für den Himmel. Damit sich Änderungen aber nicht auf das komplette Bild auswirken, habe ich diese in den Farbwert mittels Verlaufsfilter noch einmal partiell für den Himmel etwas kühler gesetzt.

Um ihm ein etwas diffusen Eindruck zu verleihen, wurde der Klarheitsregler ordentlich nach links geschoben und nun habe ich sogar ein wenig die Sättigung erhöht.

Vordergrund

Verlaufsfilter VordergrundIm Gegensatz zum Himmel fand ich, kann der Vordergrund einen wärmeren Farbton vertragen und habe daher den Weißabgleich entsprechend in Richtung Orange geschoben.

Nicht zu viel, weil ich meine, dass es dann nicht mehr zu dem Gesamteindruck der Aufnahme gepasst hätte. Dafür habe ich die Tiefen ordentlich erhöht, um die Baumstämme noch deutlicher hervorzuheben. Damit sie aber durch ihre Struktur nicht zu sehr von dem wunderschönen Sonnenuntergang ablenken, habe ich die Klarheit wieder abgesenkt.

Noch einmal ran an den Himmel  mit …

Radialfilter

Radialfilter HimmelIrgendwie fand ich, dass dem Himmel noch einen Tacken mehr Knackigkeit bezüglich der Farben gut stehen würde. Daher habe ich über den orangefarbenen Teil des Sonnenunterganges einen Radialfilter gelegt und den Weißabgleichregler in den wärmeren Bereich gezogen. Die Lichter wurden heruntergesetzt und hier habe ich sogar den Sättigungsregler verwendet.

Damit in den Bergen noch ein wenig Struktur erhalten bleibt und sie nicht zu finster wirken, habe ich Tiefen und Klarheit erhöht.

Vignette

Verlaufsfilter VignetteNa das gefiel mir doch schon ganz gut. Aber mir fehlte noch ein wenig Abschattung im vorderen Bereich, um den Blick Richtung Sonnenuntergang zu lenken. Ich wollte aber nicht die Lichterpriorität auf dem gesamten Motiv verringern, um die Helligkeit an den Rändern des Himmels zu erhalten.

Daher habe ich in den unteren Ecken des Bildes rechts und links diagonal noch jeweils einen Verlaufsfilter gesetzt und die Belichtung reduziert.

Keine Objektivkorrektur?

Naja *räusper*, die habe ich irgendwie nicht auf dem Schirm gehabt und nach den Bearbeitungsschritten probehalber aktiviert – aber auch ganz schnell wieder den Haken entfernt. Die Bildwirkung wurde derart verändert, dass ich sämtliche Einstellungen noch einmal hätte durchgehen müssen. Andererseits meine ich, dass eine Objektivkorrektur bei Landschaftsaufnahmen im Gegensatz zu Architektur nicht so relevant ist. Und manchmal gefällt mir der Effekt auch gar nicht.

Das Ergebnis

Das hier ist nun mein fertiges Bild. Vielleicht gefällt es Euch ja. Danke Thomas, dass Du uns Deine Bilder zur Verfügung gestellt hast. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich daran auszulassen. smilie

Sonnenuntergang 2 - Meine Bearbeitung


7 Kommentare

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    • Hej Thomas,

      mein erster Versuch, mal per Tablet zu antworten. 😉

      Vielen lieben Dank. Ich war so im Schwung, dass ich ganz vergessen hatte, gleich Screenshots zu machen. Also erst einmal eine virtuelle Kopie angelegt, Einstellungen zurückgesetzt und peu à peu alle Schritte noch einmal nachvollziehen.
      Ich gebe zu, es ist ziemlich farbenfroh geworden. Aber ich finde, das Foto schreit förmlich danach. Nun bin ich auf die anderen Ergebnisse gespannt.

      Lieben Gruß
      Sylvi

  • Ist wirklich schön geworden.
    Die Objektivkorrektur lasse ich tatsächlich auch oft weg. Wie du schon sagst, bei Landschaftsaufnahmen fällt das meist gar nicht auf.
    Viele Grüße,
    Marc

    • Danke schön Marc,

      und warum sollte man eine dezente Vignettierung durch die Objektivkorrektur entfernen, um sie anschließend per Lightroom wieder hinzuzufügen. smilie
      Nur wenn es zu arg ist, aktiviere ich sie. Aber bei stürzenden Linien an Gebäuden reicht die eh meist gar nicht aus und man muss noch einmal manuell anpassen.

      Lieben Gruß
      Sylvi

  • Hallo Sylvi,

    ich bin immer wieder überrascht, wie viel man aus Bildern noch so rausholen kann. Ich bin froh das ich mit wenigen Filtern von meiner Kamera umgehen kann smilie aber die Unterschiede auf den Fotos sind echt super. Da wird ich hoffentlich noch bisel was lernen für meine eigenen Bilder smilie

    LG
    René

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