WordPress-Werkeleien in Sachen Performance und Social Share

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten Tagen habe ich mich mal wieder der Verbesserung einiger Funktionen hier in diesem Blog  gewidmet. Es nervte mich, dass Google meine Blogs als nicht mobile-friendly einstufte, obwohl ich auf allen Blogs responsive Themes verwende.
Dann schlug Google Analytics nicht an, obwohl ich beispielsweise hier im Blog unter den „Seashell“-Theme-Einstellungen den Tracking-Code eingebunden hatte. Es lag also einiges im Argen und ich musste wohl oder übel mal wieder recherchieren, um diese Bugs zu beheben.

Trotz responsive Theme nicht mobile-friendly?

Sonderbarerweise war in den Google-Suchergebnissen in grüner Schrift bei einigen Beiträgen vermerkt, dass mein Blog nicht für mobile Geräte optimiert sei. Der selbe Hinweis erschien im Tool für den Test auf Optimierung auf Mobilgeräte. Wie kann das sein? Ich verwende mittlerweile in allen Blogs Templates, die für die mobile Ansicht optimiert sind.

Die Retterin in der Not war Judith mit ihrem Beitrag, in dem sie beschreibt, dass eine Änderung der robot.txt-Datei bei ihr zu dem gewünschten Erfolg führte. Und tatsächlich, nachdem ich meine robot.txt-Datei abgespeckt hatte, wurde diese von Google immerhin schon einmal als mobile-friendly eingestuft.

Meine robot.txt-Datei sah vorerst so aus:

Herausgenommen hatte ich die Einträge

und

Wobei letzteres wohl nichts mit der Problematik zu tun haben dürfte.

Testfehler- Googlebot wird blockiert

 

Verblieben waren allerdings noch Fehlermeldungen die besagten, dass Probleme beim Laden der Seite auftreten. Also recherchierte ich weiter und fand eine weitere Dokumentation zu robot.txt-Einträgen. Daraufhin ergänzte ich sie und nun sieht bei mir die Datei so aus:

 

Webseite für Mobilgeräte optimiert

 

Geschafft! Google erkennt meine Blogs nun endlich als mobilfreundlich und fehlerfrei an.

 

Unvollständige Anzeige beim Teilen auf Google+

Mich fuchste es, dass beim Anklicken auf den Google+-Share-Button lediglich das Bild und „sylvis-blog.de“ angezeigt wurde. Es erschien weder der Beitragstitel noch ein Ansatz des einleitenden Textes. Merkwürdigerweise ist das in meinem Zweitblog nicht der Fall. Das Plugin „Shariff Wrapper“ kann nicht daran schuld sein – das verwende ich auch in dem besagten Zweitblog.

Allerdings hatte ich Yoast SEO in Verdacht und noch einmal sämtliche Einstellungen darin überprüft, denn im anderen Blog ist All in One SEO Pack im Einsatz. Aber keine Chance. Auch an gegebenenfalls fehlenden Rich Snippet-Einträgen konnte es nicht liegen.

Korrigierte Teilen-Funktion bei Googleplus

 

Ich hatte dann die Faxen dicke, keine Lust mehr den Bug in irgendwelchen Codes zu ergründen und bin zufällig auf das Plugin itemprop WP for SERP/SEO Rich snippets gestoßen. Mit ihm werden nun wieder Beitragstitel und Anreißertext beim Teilen ausgegeben.

Performance-Einbußen durch Jetpack

Das Herumschrauben in den Tiefen der Blogeinstellungen, um die Performance zu steigern und Sichtbarkeit bei Google zu erhöhen, hatte allerdings auch negative Folgen.

Miserable Werte bei Pingdom Tools bei "Remove query strings from static resources"

Mir fiel in Pingdom Tools auf, dass der Wert bei „Remove query strings from static resources“ signifikant in den Keller gefallen war. Ich hatte also die Performance des Blog „verschlimmbessert“.

 

 

Jeptack Einstellungen Bildoptimierung deaktiviert

Wie kam denn nun das wieder zustande? Ich ging im Kopf sämtliche Eingriffe noch einmal durch und konnte glücklicherweise recht schnell den Verursacher ausmachen.

Schuld daran war die Bildoptimierung für die Mediathek in Jeptack  – zu finden unter Writing. Diese hatte ich aktiviert. Ich vermute, dass sich durch anderweitige Optimierungseinstellungen – unter anderem auch für den Bildupload – diese Funktionen in die Quere gekommen sind. Aber viel hilft eben nicht immer viel. Das Deaktivieren der Bildoptimierung honorierte Pingdom Tools mit einem wesentlich besseren Wert.

Verbesserte Werte bei Pingdom Tools bei "Remove query strings from static resources"

Prompt befand sich „Remove query strings from static resources“ wieder im grünen Bereich.  Sollte also mal bei Euch dieser Wert nicht zufriedenstellend sein, schaut einfach mal bei dieser Jetpack-Funktion nach.

 

Die Anzeige alter Shares nach SSL-Umstellung – geht das?

Tja ich bin mir da momentan noch nicht ganz sicher. Auf jeden Fall fand ich diesen Beitrag im DF-Forum sehr spannend. Darin wird gefragt, ob es möglich ist, Shares vor Umstellung von http auf https zurück zu bekommen. Eigentlich werden darin nur die Facebook- und GooglePlus-Shares abgehandelt und ich habe die darin empfohlenen Scripte in .htaccess und header.php umgesetzt. Ich bin sogar noch einen Schritt weiter gegangen und habe ihn ein bisschen erweitert, obwohl ich nicht weiß, ob die von mir eingefügte Code-Zeile für Twitter überhaupt richtig ist.

Daher habe ich den Code mit der Twitter-Zeile hier bewusst nicht veröffentlicht, bevor jemand die Hände über den Kopf zusammenschlägt. smilie

Aber probieren könnt ihr es mit diesem Code für Facebook- und Google+-Shares in der .htaccess:

Ggf. diese Codezeile in der header.php:

Natürlich müsst ihr darin Eure Domain eintragen.

Ich glaube schon, dass es bei mir die alten Facebook-und auch Twitter-Shares zurückgeholt wurden – zumindest teilweise. Allerdings lief das automatisierte Teilen meiner Beiträge bei Facebook nicht immer rund. Daher kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, ob die alten Shares zu den neuen hinzugezählt wurden. Meine Beiträge werden aber eh sehr selten auf den Social Media-Kanälen – und bei GooglePlus so gut wie gar nicht – geteilt. Und leider zählt GooglePlus die automatisiert geteilten und dort gelikten Beiträge nicht (mehr?) mit.

Allerdings habe ich bei einer groben Durchsicht festgestellt, dass unter einigen älteren Beiträgen, die vor der SSL-Umstellung veröffentlicht wurden, Twitter-Shares angezeigt werden. Ich bin nicht unbedingt so vermessen zu glauben, dass beispielsweise ein Blümchenfoto als Ostergruß aus 2014 noch in 2017 (da habe ich auf https umgestellt) getwittert oder gelikt wurde. smilie

Geschadet hat es zumindest nicht. Aber vielleicht ist von Euch jemand ebenso mutig und probiert die Codes bei sich aus, der wesentlich höhere Teilen-Sequenzen bei sich verzeichnet und meine doch recht subjektive Einschätzung bei sich selber objektiver bewerten kann. Ein Feedback dazu wäre toll.

Tracking-Code für Google Analytics neu eingebunden

Mir fiel siedendheiß ein, dass ich bereits vor Monaten festgestellt habe, dass in Google Analytics keine Seitenzugriffe angezeigt werden – zumindest in der Echtzeitanzeige-, hatte es aber verdrängt. Ein Blick darauf zeigte mir, dass das aktuell immer noch der Fall war. SEO-Experten werden wohl die Augen verdrehen, aber ich befasse mich nur rudimentär mit den Webmaster-Tools und Google Analytics. Aber wer weiß, was sich in dieser Hinsicht zwischenzeitlich geändert hat. Ich bin über diesen ausführlichen Beitrag gestolpert, der das Thema behandelt und habe den Tracking-Code, so wie er unter der Überschrift „Einbindung des Analytics-Codes auf der Website“ beschrieben genauso im Headerbereich neu eingebunden.

Dann habe ich meine Blogs in den Webmaster-Tools von Google und Bing noch einmal neu indexieren, die Sitemaps einlesen und robot.txt testen lassen und ich denke, nun ist erst einmal wieder alles im grünen Bereich.

So, das dürfte es auch erst einmal gewesen sein an Blog-Werkeleien, aber das war mal wieder nötig. smilie


Die Autorin:

Sylvi

Meine Beiträge beinhalten eigene Erfahrungen, sei es über Soft- und Hardware, Social Media und die ich als WordPress-Bloggerin und Joomlanerin gesammelt habe. Zudem widme ich mich dem schönen Hobby "Fotografie".

6 Kommentare

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  • Wow, super! Ich hab ähnlichen Kram in meiner robots drin. Aber was ich nicht verstehe:

    User-agent: Googlebot-Image
    Disallow: Allow: /*

    Was bedeutet das? Disallow und dann doch „allow“?

    Was ich z.B. noch drinnen habe:
    Disallow: /search
    Disallow: /*?s=

    Wie siehst du das?

    Und was mir noch auffällt: müsste es nicht *.css und *.js heißen, also mit Sternchen davor?

    • Hallo Birgit,

      die Zeichen hinter dem Allow und /* bezeichnen eine Zeichenfolge in einer Url. Genauo wie das „/*s“=“. Was das im Detail zu bedeuten hat – sorry, aber das erschließt sich mir auch nicht. Ich habe etliche Beiträge über robot.txt-Dateien gelesen, weil ich auch nicht der Coder bin. Dabei ging es mir auch eher um einen grundlegenden Eindruck über notwendige Einträge. Mein Fazit ist letztendlich, dass der aktuelle „Trend“ immer mehr zur abgespeckten Variante geht.
      Tja gute Frage mit dem Sternchen – die Variante mit dem Punkt hat zumindest dazu geführt, dass meine Seite von Google nun endlich als mobile-friendly anerkannt wird.

  • Hallo Sylvi
    Ein frohes neues Jahr 2018!
    Wirklich Interessante Blog und vor allem Tolle Beiträge !
    inzwischen habe ich dein Blog auf meine Favoriten Liste gespeichert um sich öfter bei dir umzuschauen .
    Wie es aussieht es lohnt sich .
    Ich bin schon seit langen an Werkeln am meinem Blog der einfach zu Langsam mir wirkt .
    leider bis jetzt habe ich nicht erreicht das was ich haben will … aber vielleicht will ich einfach zu viel smilie
    Es ist so wen man was tut was man nicht versteht … egal !

    LG czoczo

    • Hallo Czoczo,

      danke schön für die Neujahrswünsche und Dein nettes Kompliment. Ich wünsche Dir auch ein Frohes Neues Jahr. Also ich finde Deine Seite nicht langsam – laut Pingdom Tools lädt sie doch mit rd. 600 ms recht fix. smilie
      Man … ich habe wirklich verdammt viel in den letzten Jahren an meinem Blog herumgefummelt. Da besaß ich noch ein anderes (kostenloses) Template und habe es nach und nach aufgepimpt. Als sich aber abzeichnete, dass Webseiten immer mehr mit mobilen Endgeräten besucht werden, habe ich beschlossen, das alte Template über Bord zu werfen und ein responsive Theme einzusetzen.
      Auch muss ich nicht mehr alles manuell umsetzen und bin dann doch etwas fauler geworden. Es ist ja auch immer eine Zeitfrage und mittlerweile gehe ich lieber fotografieren, als dass ich in irgendwelchen Codes herumwerkel. Zumal ich keine Web-Coderin bin, sondern das meiste zusammenrecherchiere und immer erst ausprobiere, bevor ich hier darüber berichte. Natürlich habe ich dadurch auch schon das eine oder andere Mal meine Seite zerschossen. Daher … ohne aktuelle ftp- und Datenbank-Sicherungen hätte ich das auch nicht gewagt.
      Nun setze ich für den einen oder anderen Zweck auch mal ein Plugin ein. smilie

      LG Sylvi

  • Genau das ist heutzutage so wichtig, das der Blog auch auf dem Handy gut angezeigt wird. Seit Mai 2016 sind mehr Leute mit dem Handy im Internet als über den Desktop. Man kann sich also leicht vorstellen, wesshalb man den Fokus auf die Mobileansicht legen soll. Ich hatte auch schon Schwierigkeiten mit den Responsive, obwohl man ein angepasstes Template benutzt habe. Aber so wird uns nie langweilig. smilie

  • Die Frage bleibt, wer diese Einträge in die robots.txt geschrieben hat. Das kann ja dann offensichtlich nur das Plugin Jetpack gewesen sein smilie

    Wenn ich WordPress benutze, halte ich mich fern von solchen Plugins. Sicher, sie erleichtern vieles. Auf der anderen Seite aber binden Plugins oft zusätzliche *.js / *.css-Dateien ein, die die Ladezeiten verlängern können. Vieles lässt sich auch mit Bord-Mitteln lösen.

    Zudem: Vorsichtig sollte man auch vor dem Hintergrund der kommenden DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) sein. Jetpack sammelt beispielsweise Daten und verteilt diese u. U. an nicht EU-Länder.

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