Ohr angeschnitten, Pfote weg – wie rette ich ganz einfach misslungene Tierfotos?

Katzenbild per Panorama
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Welchem Tierfotografen ist das noch nicht passiert? Man versucht ein Tier – beispielsweise eine Katze – zu fotografieren, aber entweder schaut sie im Moment des Auslösens weg, oder das Licht passt nicht. Oder wenn alles passt, dann hat man die Kamera verrissen und es fehlt schon einmal ein Stück des Ohrs oder der Pfote.
Was kann ich tun, um solche Fotos zu retten?

Zum Equipment

Zur Zeit nutze ich für Tierfotografie die Sony Alpha 77 II. Im konkreten Fall hatte ich das Tamron 150-600 montiert, weil ich eigentlich die Vögel in meinem Garten fotografieren wollte – möglichst bei schönem Winterlicht und mit etwas Schnee im Hintergrund.

Zum Motiv

Da besuchte mich plötzlich eine unserer Nachbarkatzen: eine Bengal-Mix-Schönheit laut Nachbarin, sehr lieb. Und mittlerweile hat sie begriffen, dass sie nicht mehr ins Vogelhaus klettern oder nach Vögeln jagen darf. Sie versteht sofort meinen erhobenen Zeigefinger. smilie

Nun zum Thema

In der Vergangenheit habe ich in Photoshop versucht Fotos, bei denen mal die Schärfe, mal der Hintergrund nach meinem Empfinden perfekt waren, durch das Überblenden mittels Ebenen und Ausmaskieren zusammen zu fügen. Voraussetzung war, dass sie im Serienbildmodus geschossen und in einer ähnliche Perspektive und identischen Einstellungen aufgenommen wurden – selbst wenn ich sie aus der Hand geschossen hatte. Dann habe ich auch schon einmal den Arbeitsbereich erweitert, mit Masken gearbeitet, herumgepinselt und letztendlich wieder zugeschnitten… für mich als Photoshop-Anfängerin war das schon hin und wieder eine Herausforderung.

Hier sind die Bilder die ich von der Katze geschossen hatte:

 

 

 

 


Nicht zu fassen, oder?

Es existiert ein drittes Foto, auf dem sie komplett zu sehen ist, aber klar … darauf sind die Augen nicht scharf. Es ist zum Mäusemelken. Also was tun?

Und dann kam mir die Idee – Versuch macht kluch(g)

Ich markierte also die beiden Fotos, auf denen die Augen scharf waren, aber ein Teil ihrer Körperteile fehlten und wähle im Entwicklung-Modus in Adobe Lightroom Classic per Rechtsklick im Kontextmenü  die Funktion „Zusammenfügen von Fotos“ als Panorama” aus. Ich habe neben der Auswahl „kugelförmig“ lediglich noch „Automatisches Freistellen“ ausgewählt.
Und der Hammer! Das hat super funktioniert. Per Pixelpeeping habe ich versucht, irgendwelche Darstellungsfehler zu finden. Ich konnte keinen finden und für mich hat es perfekt funktioniert. Anschließend konnte ich das als dng-Format erstellte Panorama ganz normal in Lightroom entwickeln, optimieren und als jpg exportieren.

Katzenbild per Panoramafumkton optimiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer das Foto in höherer Auflösung anschauen möchte, schaut sich das Foto auf meinen Flickr-Account genauer an.

Kanntest Du schon diesen Kniff bereits oder hast Du noch bessere bzw. einfachere Möglichkeiten gefunden, missratene Tierbilder mit abgeschnittenen Gliedmaßen zu reparieren? Ich bin für jeden Tipp dankbar. smilie

Die Autorin:

Sylvi

Meine Beiträge beinhalten eigene Erfahrungen über Soft- und Hardware, Social Media und die ich als WordPress-Bloggerin und Joomlanerin gesammelt habe. Zudem widme ich mich dem schönen Hobby "Fotografie".

4 Kommentare

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  • Versuche es mit einer Nikon … da funktioniert das eye tracking besser. Ich als Hochzeitsfotograf in Stuttgart kann darüber viele Geschichten erzählen. Autofokus ist auf Hochzeiten immens wichtig. Stell dir vor du fotografierst ein tolles Portrait einer Braut und die Augen sind unscharf.

    cheers ondro

    • Ui danke für den tollen Tipp. Ich werde morgen gleich mal die Nikon Z6 bestellen, dann klappt es höchstwahrscheinlich besser mit meinen Fotos. 😉 Smile Sylvi

  • Ziemlich interessant Ich benutze die Funktion sehr oft für vertikale Panoramen, hätte aber nie gedacht, dass sie für so einen Fall verwendet werden kann. Danke für den Hinweis, ich werde es mal ausprobieren, ob es funktioniert. Grüße

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