Meine Lieblingsbilder aus 2015

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Im vergangenen Jahr habe ich ausgiebig mit meiner Sony Alpha 58 fotografiert und herumexperimentiert. Dabei sind eine Menge Bilder entstanden und ich habe viel dazugelernt.
Ich fotografiere fast ausschließlich im manuellen Modus und wenn es das Motiv zulässt, dann verwende ich – insbesondere in der Makro- aber auch Landschaftsfotografie – immer häufiger den manuellen Fokus.

Für mich ist bzw. war die Sony Alpha 58 die optimale Einsteigerkamera. Durch sie habe ich das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO wunderbar erlernen können, ohne mich durch einen überdimensionierten Funktionsumfang überfordert zu fühlen.

Natürlich habe ich schon einmal vergessen, bei strahlendem Sonnenschein den ISO-Wert von 800 auf 100 zu setzen und habe stattdessen die Verschlusszeit erhöht. Aber diese Fehlerchen gehören einfach zum Lernprozess, auch wenn ich mich nach einem Fotoausflug ziemlich darüber geärgert habe. :-)

Daher kann ich für sie immer noch eine Kaufempfehlung aussprechen, zumal das Preis-Leistungsverhältnis absolut stimmt. Und nein, Sony sponsert mich nicht. Wäre auch bei einer Kamera für 359,00 Euro mit Kit-Objektiv recht sinnfrei. ;-)

Kleinbildkamera heißt nicht unbedingt einfacher

Übrigens, ich habe bereits in der Vergangenheit mit meiner Kleinbildkamera Panasonic Lumix TZ-8 manuell fotografiert. Aber ganz ehrlich … das Anwählen der Blende und Verschlusszeit war bei dieser Kamera wesentlich umständlicher als bei der Alpha 58.

Aber ich schweife gerade ein wenig ab, denn was ich eigentlich damit sagen möchte ist, dass es natürlich auch mit dieser recht günstigen (Halb-)Spiegelreflexkamera möglich ist, scharfe und richtig fokussierte Fotos hinzubekommen. Und für meine Begriffe ist im Laufe des Jahres auch das eine oder andere schöne Bild entstanden.

Wer sagt mir denn, ob ein Foto gelungen ist?

Im Laufe des letzten Jahres hat sich meine Meinung bei der Beurteilung von Bildern – zumindest was die Qualität betrifft – etwas gewandelt. Klar, ein Foto sollte scharf, richtig fokussiert sein und einen spannenden Bildausschnitt haben. Mit diesen Faktoren hat man bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung zu einem schönen Foto gemacht.

Foto bei Kochbar vom Sizilianischen FlammkuchenAber was ist ein schönes Foto? Eines wie das Beitragsbild oben, das bei Flickr besonders häufig favorisiert wurde oder das Bild in einem Post bei Facebook, das viele Likes erhalten hat?

Das freut mich natürlich, wenn meine flickr-App den ganzen Tag rattert (ist aber bisher auch nur einmal bei dem Schmetterlingsbild so gewesen ;-) ) und natürlich war ich happy, als ein Lebensmittelbild bei Kochbar für eine Woche lang als eines der Top-Fotos nominiert war.

Bild Apfel-ZwiebelschneckenAber ich habe mich doch ein bisschen mehr über das positive Feedback eines Fotografen zu einem anderen Foodfotografie-Bild – gepostet bei Facebook – gefreut. Liegt wohl daran, dass ich ihn persönlich kenne und seine Meinung sehr schätze.

Ich gebe zu, diese Feedbacks haben mir bei der Beurteilung ein wenig geholfen und natürlich motiviert. Ich habe mir die Bilder immer wieder angeschaut und gefragt, was zu diesem Hype geführt haben könnte.

Trotzdem meine ich, dass jeder (Fotograf) andere Maßstäbe setzt, wann er ein Foto als schön beurteilt. Der gelernte (Profi-)Fotograf legt womöglich ganz andere Faktoren bei der Bewertung zugrunde, als ein lernender Hobbyfotograf.

Übrigens hilft es mir in meinem Lernprozess unheimlich, Bilder in Fotogruppen bei Facebook und flickr genauer anzuschauen. Und dabei blicke ich durchaus über den Tellerrand. Obwohl mich Architektur- oder Eventfotografie eher weniger interessiert, schaue ich mir auch solche Bilder gerne an und überlege, wie sie entstanden sein könnten.

Wann ist ein Foto für mich schön?

Ort der Entstehung

Für mich stehen zum Beispiel Urlaubsbilder oder ein verlängertes Wochenende und Treffen mit guten Freunden, bei denen Fotos entstehen, schon per se unter einem guten Stern. Ich bin entspannt, habe viel mehr Zeit als sonst und ich verbinde mit ihnen in der Regel positive Erinnerungen.

Ich habe die Ruhe, die für mich optimale Perspektive zu wählen, aber auch öfter Gelegenheit für Schnappschüsse, auch wenn sie in manchen Augen verpönt sind und keine guten Fotos sein können.

Aber auf diese Weise ist beispielsweise ein Portraitfoto von meiner besseren Hälfte entstanden. Er steht während eines Urlaubes bei Freunden auf einem Aussichtsturm, blickt in die Ferne und ich wollte eigentlich mit meinem 70-300er Tamron-Objektiv Vögel fotografieren. Vögel waren an diesem Tag nicht viele unterwegs. Aber dafür hängt nun meine bessere Hälfte in schwarzweiß und im Großformat auf Forex bei uns im Wohnzimmer. :-)

Und noch ein Beispiel für so einen für meine Begriffe gelungenen Schnappschuss war jener, bei dem ich die Wildgänse erwischt habe.

Neue Situationen

Alles Neue ist für mich schon einmal spannend. Das trifft insbesondere für die Fotowalks zu. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, einen Bogenschützen, einen Schrottplatz mit Zustimmung des Eigentümers oder eine Kirche von innen ohne Besucher und ungestört zu fotografieren? Ich muss mich zu Beginn immer ein wenig zur Ruhe zwingen, weil so viele neue Eindrücke auf mich einstürmen.

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt bzw. ich versuche zumindest erst einmal, das Umfeld ohne Kamera in Augenschein zu nehmen, auch wenn ich am liebsten sofort losknipsen würde. ;-)

Ich freue mich anschließend bei Sichtung am PC immer total, wenn aus neuen Fotosituationen Bilder entstanden sind, wie ich sie nie vorher gemacht habe.

Besondere Umstände

Bestes Beispiel ist da wohl mein Spinnenbild. Ich gehöre jetzt nicht unbedingt zu den Menschen mit einer Spinnenphobie. Aber ab einer bestimmten Größe halte ich doch lieber einen respektablen Abstand. Die Story dazu war so lustig (hier könnt ihr sie noch einmal kurz nachlesen), daher zählt das Spinnenbild immer noch – damals mit der Panasonic Lumix fotografiert – zu meinen absoluten Favoriten. Schon allein deswegen, weil ich das Lachen meiner liiiieeeben Freunde im Ohr habe. :-) Okay, das Foto ist schon ein wenig älter, daher zählt es auch nicht zu meinen Lieblingsbildern aus 2015.

Stimmung

Du bist (fast) mutterseelenalleine – morgens um halb sieben – an einem Strand, der tagsüber normalerweise von Touristen belagert ist. Die Möwen werden wach, die Sonne geht auf. Die Wellen klatschten sachte an die goldfarbenen Steine im Wasser.

Ich glaube, dass morgendliche Fotospaziergänge die Schönsten sind. Gut, Sonnenuntergangsspaziergänge – vor allem am Meer – haben mit Sicherheit auch etwas, habe ich aber mit Kamera im letzten Jahr noch nicht erleben dürfen, da es aus geographischen Gründen nicht möglich war. Ich denke aber, dass insbesondere in Touristenorten der Strand abends wesentlich belebter ist als frühmorgens.

Aufwand

Eine kleine Rolle spielt auch, welchen Aufwand ich bei der Motivgestaltung betrieben habe. Zum Beispiel wie positioniere ich eine Blume, wie nutze ich den Lichteinfall und welchen Hintergrund wähle ich? Allerdings ist es mir auch schon nach solch einer Aktion passiert, dass ich sämtliche Fotos komplett gelöscht habe. ;-)


Merkt ihr was? Da herrscht doch ein gewisser Widerspruch. Schnappschuss? Aufwändiges Fotoarrangement? Ja was soll’s denn nun sein? Ich meine alles zu seiner Zeit. Aber was bei allen meinen Lieblingsbildern beim Fotografieren unheimlich präsent war, war Emotion. Da mutiert z. B. eine unscheinbare Grasblüte zu einem wunderhübschen und abstrakten Gewächs. Oder die Augen einer schnöden Stubenfliege wirken plötzlich total faszinierend.

Was sind denn nun meine Lieblingsbilder? Ich habe meine Festplatte durchforstet und fast jedes von ihnen ist unter einer der vorgenannten Bedingungen entstanden. Natürlich zählt das Foto meiner besseren Hälfte ebenfalls dazu. :-)

 

Lieblingsbilder 2015

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass ich ein Jahr später eine Menge von diesen Fotos als Lieblingsbild aussortieren würde. Aber man entwickelt sich ja. :-)


Die Autorin:

Sylvi

Meine Beiträge beinhalten eigene Erfahrungen, sei es über Soft- und Hardware, Social Media und die ich als WordPress-Bloggerin und Joomlanerin gesammelt habe. Zudem widme ich mich dem schönen Hobby "Fotografie".

2 Kommentare

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  • Hallo Sylvi,

    was ist denn hier los? So viele Beiträge am Stück … das freut mich. Schön das wir nicht nur Deine vielen neuen Bilder betrachten können, sondern dass Du uns auch an Deiner fotografischen Entwicklung teilhaben lässt.

    Viele Grüße
    Ingo

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