So entsteht ein Bilderrätsel – Teil 1: Der kreative und logistische Part

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Eines meiner Hobbys ist unter anderem das Erstellen von Rebussen, die ich auf meiner Homepage veröffentliche. Viele können mit dieser Art Bilderrätsel so gar nichts anfangen, aber für manche ist das Herausfinden der richtigen Wörter und Sprüche aus den zusammengesetzten Bildchen ein schöner Rätselspaß.

Ich möchte hier auch gar nicht näher beschreiben, wie ich zu diesem Hobby gekommen bin und welche Rebusarten ich erstelle bzw. neu kreiert habe. Aber falls es doch jemanden interessieren sollte, der kann hier nachlesen, was sich hinter einem Rebus, Schüttel-Rebus, Spin-Rebus usw. verbirgt.

Das Reizvolle an dieser Freizeitbeschäftigung ist für mich, dass insbesondere bei den Spin-, Spezial-Rebussen und Bauernregeln deren Herstellung bei Weitem über eine einfache Bildbearbeitung hinaus geht. Die Einbindung von Musik und Animationen erfordern einige Arbeitsgänge mehr und damit verbunden auch den Einsatz verschiedenster Software.

Daher darf ich mich einerseits kreativ betätigen, andererseits stellt für mich die Rebus-Bastelei immer wieder auch eine technische Herausforderung dar.

Im Groben setzt sich die Herstellung aus folgenden Arbeitsschritten zusammen:

  1. Brainstorming: Begriffe oder Sprüche finden;
  2. Zerlegen der Begriffe und Sprüche in Wortsegmente;
  3. Heraussuchen von möglichst ansprechenden Bildern zur Darstellung der einzelnen Wortsegmente;
  4. Ggf. ein Nachbearbeiten der Bilder im Bildprogramm;
  5. Zusammensetzen der Bilder im Bildprogramm und Einfügen von zu streichenden oder ändernden Buchstaben;
  6. Größe optimieren für das Präsentieren auf Webseiten;
  7. Katalogisieren der Begriffe oder Sprüche nach den jeweiligen Rebus-Arten;

Je nach Rebus-Art ist noch eine weitere Bearbeitung mit anderen Programmen erforderlich.

Suche nach einem Begriff oder Spruch und deren Umsetzung

Nach welchen Kriterien ich die zu erratenden Begriffe oder Sprüche aussuche, ist unterschiedlich. Einerseits blättere ich in diversen Zitatbüchern, Gedichtbänden und stöbere im Internet. Andererseits biete mir der ganz normale Alltag viele spontane Anregungen für Wortkreationen.

Wie das mit Kreativität schon mal so ist, habe ich Tage, an denen ich förmlich vor Ideen sprühe und das Umsetzen der jeweiligen Begriffe wie am Schnürchen funktioniert. An anderen wiederum kann ich mir noch so das Hirn zermartern und mir fallen überhaupt keine Umsetzungsmöglichkeiten ein.

In solchen Fällen ist es immer gut, wenn ich bereits Bilderrätsel begrifflich umgesetzt habe und widme mich dann lieber der Bildersuche und deren Umsetzung per Software.

Zielsetzung

Bei einem Bilderrätsel werden Wörter  “zerlegt”, einzelne Buchstaben geändert oder entfernt und die jeweiligen Segmente so zusammengesetzt,  dass ein neuer Begriff entsteht, der möglichst wenig mit dem Ursprungswort in Zusammenhang gebracht werden kann.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg? Nicht immer.

Leider gelingt mir diese Selektion nicht immer oder häufig nicht sofort. Einige Begriffe befinden sich also sozusagen erst einmal auf “Halde” andere – wenn auch wenige – habe ich ganz aus dem Repertoire streichen müssen, weil ich sie beim besten Willen nicht “schön” umsetzen konnte.

Ich habe schon den Anspruch, ein Wort nicht zu sehr zu zerstückeln, um daraus einen neuen Begriff zu kreieren. Ich finde es zum Beispiel nicht erstrebenswert, aus einem Wort mit acht Buchstaben nur zwei davon für einen neuen Begriff zu verwenden. Das ein oder andere Mal bin ich dann doch über meinen Schatten gesprungen und zwar meist dann, wenn es an einer einzigen Stelle eines längeren Zitates oder Sprichwortes mit der ästhetischen Umsetzung hapert.

Um ein wenig zu verdeutlichen, wie solch eine Zerstückelung aussehen kann, habe ich einmal einen Auszug meiner Aufzeichnungen zur Bauernregel 4 herangezogen:

 
Ist der April still und fein, wird der Mai dann wilder sein.Bild von Pistole, 1. + 5. Bst. weg, L=D, Bild von Tapir, T=R, 4. Bst. weg, Bild von Pilot, 1. Bst. weg, O=S, Bild von Pillen, 1. Bst. weg, E=U, Bild von Pfeil, P=D, L=N, Bild von Windräder(n), N=R, 5. + 6. Bst. weg, Bild von Maria, 3. Bst. weg, 2. A=D, Bild von Kanne, 1. Bst. weg, E=W, Bild von Widder, 1. Bst. weg, 1. D=L, Bild von Seife, F=N, 5. Bst. weg,

Hiermit ist bereits die wichtigste Grundlage für die anstehende Rebus-Bastelei geschaffen. Letztendlich entscheide ich aber meist recht spontan, welche Art an Bilderrätsel daraus wird.

Damit ich nicht versehentlich mehrmals den selben Begriff oder Spruch umsetze, werden alle Rebusse in Listen katalogisiert.

Wie das letztendlich praktisch aussieht, beschreibe ich in einem weiteren Teil zu diesem Thema.


Die Autorin:

Sylvi

Meine Beiträge beinhalten eigene Erfahrungen, sei es über Soft- und Hardware, Social Media und die ich als WordPress-Bloggerin und Joomlanerin gesammelt habe. Zudem widme ich mich dem schönen Hobby "Fotografie".

5 Kommentare

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  • Das liest sich für mich „etwas“ kompliziert. Vielleicht liegt es daran, dass ich sehr ungeduldig bin und mit Rätseln, sei es Bilderrätsel oder Schwedenrätsel noch nie so richtig warm geworden bin. Ich finde es allerdings immer schön, wenn jemand eine Passion gefunden hat, die ihn ausfüllt.

    • Hallo Harald,

      ich weiß, dass nicht jeder einen Faible für Rätsel und insbesondere Bilderrätsel hat. Ich bin auch oft erstaunt, wie viele mit dem Begriff „Rebus“ nichts anfangen können. smilie Aber es gibt so viele Hobbys und Passionen, von denen ich auch absolut keine Ahnung habe oder die mich überhaupt nicht interessieren.

      Es freut mich besonders, wenn jemand vorher überhaupt keinen Draht zu Rebussen hatte und sich dann doch einfach mal heranwagt.
      Aber ich bin auch überhaupt nicht enttäuscht, wenn einer so gar nichts damit anfangen kann. Leben und leben lassen, gell? smilie

      Lieben Gruß
      Sylvi

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